Hut Juchti’s Pressespiegel

Letzte Aktualisierung 14/12/2012 (18:01)

Kefer distanziert sich von S21
Kefer habe Zweifel geäußert, ob die Bahn aus heutiger Sicht unter Berücksichtigung der neuen Fakten Stuttgart 21 auf den Weg gebracht hätte, sagte Pronold. Erstaunen herrschte bei Ausschussmitgliedern darüber, dass die Bahn erst jetzt festgestellt habe, dass Leitungen im Untergrund ein Problem darstellen, das hohe Mehrkosten verursacht. „Das ist natürlich ganz erstaunlich, dass unter einer Großstadt Leitungen liegen“, übte sich Hofreiter in Galgenhumor.

(StZ 14/12/2012)

Kosten wurden bewusst von der DB verschwiegen
Allerdings: Viele Risiken bewerteten die Planer damals nicht mit konkreten Zahlen. Es gab die Anweisung, so ein Insider damals zum stern, die Kosten nicht zu hoch zu treiben, zu groß sei die Angst gewesen, dass die wahren Zahlen den Unmut über das Projekt unkontrollierbar werden ließen. Nun bestätigte Kefer, laut Ausschussmitgliedern, dass man bestimmte Kosten “nicht stichhaltiger Risiken” vor der Volksabstimmung zu S21 herausgerechnet habe.

(Stern 14/12/2012)

SPD Befuerworter brechen ein
Entsetzt zeigt sich einer der profiliertesten S-21-Befürworter innerhalb der SPD über die neue Entwicklung: der Schorndorfer OB Matthias Klopfer. „Da fällt mir nichts mehr ein.“ Weil es eben am Ende doch ausschließlich um Steuergelder geht, müssen jetzt der Bundesrechnungshof ran und zwei unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Alle Zahlen und Fakten müssten transparent dargelegt werden. „Es kann nicht sein, dass es heißt, das ist alles geheim.“ Diese ausschließliche Debatte im Aufsichtsrat müsse ein Ende haben. Das bedeutet eine Verzögerung, das ist Klopfer klar. „Natürlich kann man so ein Projekt stoppen.“ Ob S 21 sich jetzt noch rechnet? Klopfer hält sich an Bahnchef Grube, der gesagt hat, bei 4,5 Milliarden sei’s gerade noch wirtschaftlich. „Das ist jetzt eine ganz neue Situation auch für die Befürworter. Ich bin nicht für ein unwirtschaftliches Projekt.“
(ZVW 14/12/2012)

Katze aus dem Sack
Er ist der Mann, der als letzter Fachmann im früheren Landes-Verkehrsministerium gearbeitet hat. Hernach wurden nur noch Juristen eingestellt. Der Waiblinger Bauingenieur mit Fachrichtung Eisenbahn Falk-Eckehart Steinecke sagt: „Das neue Herz Europas leidet an Herzinfarkt.“ Die Bahn habe endlich die Katze aus dem Sack gelassen. „Der Verdacht drängt sich auf, dass die Kostenexplosion intern längst bekannt war, aber erst jetzt bekanntwerden durfte.“ Es sei unverschämt, vom Land eine Beteiligung an den Mehrkosten zu verlangen: „Ohne Geißlers Stresstest wäre vieles im Dunkeln geblieben oder falsch gebaut worden.“ Lichtblick: „dass wegen der weitaus längeren Bauzeit der für Pendler ideale Kopfbahnhof, wenn auch in stark amputierter Form, noch viele Jahre weiter in Betrieb bleiben wird“.
(ZVW 14/12/2012)

Kefer ein Schlitzohr, beziffert nur die Summe welche die Bahn zu verantworten hat
Kefer räumt erstmals öffentlich ein, dass der Bahn die Kosten weglaufen bei dem Bahnhofsneubau und die finanziellen Puffer dahinschmelzen wie ein Schneemann in der Sonne. 5,626 Milliarden soll der Bau jetzt schätzungsweise kosten. Das sind stolze 1,1 Milliarden mehr als bislang behauptet.

Nur, ist das die volle Wahrheit? Kefer ist eben auch ein Schlitzohr. Das sind nur die Mehrkosten, die der Bauherr, die Bahn, zu verantworten hat. Zu verantworten, auch das gibt Kefer einigermaßen unumwunden zu, weil die Bahn schlecht geplant und kalkuliert hat. 610 Millionen Mehrkosten erklärt Kefer nun damit, dass fällige Leistungen einfach nicht im Budget vorgesehen waren. Da tauchen nun plötzlich Gebühren auf, von denen früher nie die Rede war. Da wurden Rohstoffpreise unterschätzt, da wurde falsch eingeschätzt, welche Mehrkosten entstehen, wenn die unterschiedlichen Gewerke sich auf der Baustelle ins Gehege kommen. Außerdem hat die Bahn die ganze Zeit über systematisch Selbsttäuschung betrieben. Sie hat nämlich immer unterstellt, dass in der Bauphase noch riesige Summen eingespart werden könnten. Nun gibt sie aber zu, dass fast eine halbe Milliarde der unterstellten Einsparungen nicht kommen wird.
(SB 12/12/2012)

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